Veröffentlicht in Haut, Reha und Krankenhaus

Reha – 2. bis 4. Tag

Heute ist schon Freitag und die Tage vergehen echt schnell.

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Inzwischen finde ich mich hier gut zurecht und fühle mich auch viel wohler. Ich habe inzwischen auch mehr von der Umgebung gesehen und es ist wirklich toll. In dem Park vom Reha-Gelände gibt es einen schönen Teich mit Springbrunnen und vielen Enten.

Diese haben im Moment Küken. Sooo süß ❤

Freizeitgetsaltung

Heute haben wir ein bisschen

Mini-Golf gespielt. Auch auf dem Gelände der Klinik und kostenlos. Also mir ist hier nicht einmal bis jetzt langweilig gewesen. Man hat echt immer etwas zu tun. Ich habe mir auch Englisch-Hausaufgaben mitgenommen und bin heute erst dazu gekommen damit anzufangen.

Essen

Das Essen ist wirklich lecker. Ich hatte vorgestern ein Gespräch mit der Diätassistentin über das Essen. Sie berät mich bald nochmal eingehender zu dem Thema auch wegen zum Beispiel Histamin usw. Ich hatte mir SalaaatBetreuung bei der Ernährung gewünscht, weil ich ja oft so Probleme mit dem Bauch habe. Das Essen wird wirklich individuell auf die Wünsche angepasst. Ich habe zum Beipsiel gesagt, dass ich gerne vegan, ohne zu viel Zucker und Histamin essen würde. Die Diätassistentin hat dann mit mir besprochen, was für mich in Frage kommt und das wurde dann direkt bei der nächsten Mahlzeit umgesetzt. Ich durfte auch sagen, dass ich keine Pilze esse und auch diese wurden sofort von meinem Speiseplan gestrichen. Als Nachtisch nach dem Mittagessen bekomme ich jetzt zum Beispiel ein Stück Obst. Bei jedem Mittagessen kann man sich außerdem von einem riesigen Salat-Buffet bedienen ❤ Das macht mich natürlich besonders glücklich. Da man hier drei Mahlzeiten am Tag bekommt mit allem drum und dran, hat man zwischendurch eigentlich auch kein Hungergefühl. Und wenn doch, dann gibt es in der Nähe (wenn man gut zu Fuß ist, erreicht man diese in einigen Minuten) genügend Supermärkte, wo man sich zusätzlich etwas kaufen kann.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Gespräche mit der Ernährungsberaterin, die jetzt noch ausstehen.

Ich komme auch gerade von einem Ernährungsvortrag. Ich fasse mal kurz zusammen, was ich so davon mitgenommen habe:

– vielseitig essen um den Körper mit genügend Mineral- und Nährstoffen zu versorgen.

– es gibt zwei Arten der Fettverteilung: Den Apfeltyp und den Birnentyp. Bei dem Apfeltyp ist das Fett hauptsächlich in der Bauchgegend, was für den Stoffwechsel sehr ungünstig ist und auch das Herz mehr anstrengt. Der Birnentyp hat mehr Fetteinlagerungen an Po und Beinen (meistens sind davon Frauen betroffen). Diese Art der Fettverteilung beeinflusst den Stoffwechsel nicht so sehr.

– sollte man versuchen abzunehmen und bewegt sich dafür mehr, sollte man nicht nur auf die Waage achten, sondern auch den Taillenumfang messen (am Bauchnabel ?!), da es ja durch den Muskelaufbau durchaus sein kann, dass man erst einmal an Gewicht zunimmt.

– man sollte jeden Tag versuchen ein bisschen aktiver zu sein, auch wenn es nur um Kleinigkeiten geht.

– Nimm 5 am Tag – 3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst.

Gespräch mit dem Arzt / Chefarztvisite / Neurodermitisschulung

Gestern hatte ich meine Chefarztvisite. Der Chefarzt war freundlich. Er hat nur kurz die Bestrahlung mit mir besprochen. Ich hatte zuerst eine UV-A Bestrahlung. Von dieser hatte ich aber eine Art Sonnenbrand bekommen und ich hatte das Gefühl, dass sich die Neurodermitis verschlimmerte. Die Bestrahlung gestern lies ich daher ausfallen. Als ich dem Arzt das mitteilte, entschied er eine UV-B 311 Bestrahlung zu testen mit einer sehr geringen Bestrahlungszeit. Diese hatte ich heute das erste Mal. Ich kann dazu noch nicht viel sagen. Das eigentlich Gespärch hatte ich mit einer Assistenz-Ärztin. Diese hielt heute auch eine Neurodermitis-Schulung. Auch dazu möchte ich euch kurz ein paar der Sachen, die ich mir notiert habe, aufschreiben:

Die Neurodermitis ist eine Nicht-Infektiöse-Hauterkrankung. Die Hautbarriere ist gestört, so können Wasser und Fett nicht in der Haut gehalten werden. Dadurch habe es Erreger leichter in die Haut einzudringen und dann doch Infektionen auszulösen (wobei eine Infektion – wie gerade beschrieben – wohl nicht der Auslöser für die Neurodermitis ist). Es ist wichtig, dass die gesamte Haut gepflegt wird und nicht nur die betroffenen Stellen.

Nach der Schulung habe ich mit der Ärztin gesprochen, die die Schulung durchgeführt hat. Sie hatte im Vortrag auch die verschiedenen Ursachen für Neurodermitis angesprochen. Ich habe sie gefragt, warum hier in der Reha zum Beispiel nicht auf Allergene und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten getestet wird. Sie meinte dann, dass man hier ja anders lebt und isst als daheim und man solche Sachen lieber in gewohnter Umgebung zum Beispiel vom Haut- oder Hausarzt durchführen lassen sollte. Sie erzählte auch, dass die letztens einen Patienten hatte, der einen erhöhten IgE-Wert hatte, aber sie haben keinen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten heraus gefunden… Also es wäre sehr schwer da etwas zu finden.

Ein Patient erzählte mir, dass er auch schon in Rötz war. Das gehört wohl zu der Spezialklinik in Neukirchen und dort wird ja zum Beispiel auch die Darmflora untersucht / bewertet. Dort macht man auch Rotationsdiäten. Das spricht mich eigentlich mehr an. Aber auch da gibt es wieder Nachteile. Ich denke momentan, dass ich eins nach dem anderen ausprobiere. Vielleicht hilft mir ja die Schwefel- und Bestrahlungstherapie, dass ich ein paar Monate symptomfrei bin und dann hätte ich ja auf alle Fälle schonmal ein Teil-Ziel erreicht.

Schwefel-Therapie

Ich gewöhne mich einfach nicht an den Geruch von dem Schwefelbad. Aber es ist angenehm darin zu liegen. Schwefel-BadGestern hatte ich kein Ölzusatz im Bad, aber es war trotzdem ganz gut. Ich kann mir gut vorstellen, dass es wirklich ein bisschen beruhigend ist für die Haut und Entzündungen hemmt. Ich war ja auch schon zweimal in der Therme hier. Gestern hat es sehr geschmerzt am Anfang, hauptsächlich in den Kniekehlen, aber dann wurde es besser und das Schwimmen hat gut getan. Und ich denke, dass alles was der Seele gut tut auch dem ganzen Menschen gut tut.

Nachtrag 03.09.: Die letzten Tage hatte ich immer schon um 06.15 Uhr Schwefelbad in der Reha und soll ich euch was sagen: Jetzt bin ich erst ein Tag daheim und so ein bisschen „vermisse“ ich es schon 😀

Salben-Behandlungen

Ich bin fleißig am cremen. Ich steigere mich nur langsam und versuche nicht jede neue Creme direkt komplett auf die Haut zu klatschen.

Meine Creme-Routine sieht momentan folgendermaßen aus:

Ich benutze die SanaVita Sensitiv Creme je nach Bedarf als Basispflege für das Gesicht (bis jetzt meistens so dreimal täglich).

Die SanaVita Neutrale Pflegelotion benutze ich je nach Bedarf als Basispflege für den Körper (bis jetzt meist dreimal täglich).

Morgens oder Mittags (je nachdem, wann ich Anwendungen habe) benutze ich eine Triclosan 2% Salbe, die 2-3 Stunden auf der Haut bleiben soll. Diese verwende ich nur auf betroffenen Stellen.

Abends verwende ich dann eine Teer-Salbe, die ebenfalls 2-3 Stunden auf der Haut bleiben soll.

Zusätzlich habe ich von SanaVita noch eine Lotio-P mit 3% Polidocanol gegen den Juckreiz, die nach Bedarf aufgetragen werden kann. Ich benutze sie meist abends, order mittags, je nachdem, wann ich dazu gekommen bin, die anderen Salben aufzutragen.

Bitte denkt daran, dass ich hier auch sehr viel für mich persönlich dokumentiere. Salben und alle anderen Medikamente sollten immer nur nach Rücksprache mit dafür geschultem Fachpersonal eingenommen oder angewendet werden. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Salben mir noch jemand anderem helfen. Ich sage es immer wieder: Neurodermitis ist bei jedem ein bisschen individuell.

Besonderes

Gestern habe ich mal wieder den Knaller gebracht. Ich durfte mit bei den Herzpatienten draußen spazieren und habe dabei irgendwie eine Biene in den Mund bekommen. Diese hat mir wohl in die Zunge gestochen. Man hat nichts gesehen, die Zunge ist auch glücklicherweise nicht angeschwollen, aber ich hatte sehr starke Schmerzen. Ich bin dann ins Schwesternzimmer und von dort zu einem Arzt, der gerade Zeit hatte und sich das mal angeschaut hat. Habe dann einiges an Tabletten bekommen (einmalig Kortison, etwas als Magenschutz, Antiallergika und Schmerztabletten). Normalerweise schlucke ich nicht gerne so viele Tabletten, aber ich hatte schon eine Zeit lang gewartet und die Schmerzen waren sehr heftig (habe nur fast nur noch geflennt). Meine „Kollegen“ haben mich dann mit nach draußen genommen bzw. waren abends noch mit mir in der Therme und haben mich abgelenkt. Bis zum Schlafen gehen war es dann schon wieder gut und heute morgen nur noch ein bisschen taub. Jetzt fühle ich es auch noch, aber habe gar keine Schmerzen mehr 🙂 Die Biene tut mir Leid!

Das Besondere an der Sache daran für mich war aber, dass die Schwester sich total gut um mich gekümmert hat und sich sogar der Arzt heute und sogar die Dame aus dem Sekretariat – bei der ich mich melden musste, dass ich zum Arzt konnte – beide nach meinem Zustand erkundigt haben und wissen wollten, ob jetzt wieder alles in Ordnung ist. Total nett.

Heute morgen musste ich nämlich nochmal zu der Dame aus dem Sekretariat (wegen einer anderen Sache) und obwohl sie gerade erst angekommen war, hatte sie direkt meine Unterlagen entgegen genommen. Hier sind wirklich durchweg alle sehr freundlich.

Laura ❤

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Ein Kommentar zu „Reha – 2. bis 4. Tag

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