Veröffentlicht in Haut, Reha und Krankenhaus

Reha – der geknickte Blog-Beitrag

Wochenende!

Seit Dienstag bin ich nun da. Das Einleben ging ja wirklich schnell. Es ist schön, hier wird man von den anderen ohne viel Worte verstanden. Man hat nicht das Gefühl sich rechtfertigen oder erklären zu müssen, man ist so normal.

Leider habe ich es mit der ganzen Freude und Begeisterung wohl etwas übertrieben. Die letzten Tage habe ich versucht, so viel wie möglich, hier mitzunehmen. War viel draußen und war sogar mal wieder laufen. Nicht, dass meine Haut die letzten Tage besser geworden wäre, aber ich dachte mir irgendwie, dass ich ja jetzt hier bin und meine Haut hier ja gut betreut wird…

Gestern habe ich mir dann sogar einen Spaziergang in der Sonne gegönnt und ein paar Sachen gegessen, die eigentlich auf meiner „Tabu-Liste“ stehen. Das Ergebnis: Da meine Haut auch auf die inzwischen veränderte Bestrahlung extrem empfindlich reagiert und ich trotzdem in der Sonne war, habe ich an den Oberschenkeln Sonnenbrand. Zudem fing meine Haut gestern Abend an komplett auszurasten. Sie ist extrem trocken (ich war vorgestern vielleicht auch zu lange in der Therme?!), rissig, teilweise offen, tut sehr sehr weh und die letzte Nacht bzw. gestern Abend schon, hat sie angefangen stark zu nässen. Jetzt sind die betroffenen Stellen fast komplett verkrustet und es ist schon unangenehm beispielsweise in die Hocke zu gehen, oder den Kopf ganz nach links oder nach rechts zu drehen. Wie es sich anfühlt Klamotten anzuhaben oder wie stark der Juckreiz ist – davon fange ich gar nicht erst an. Selbst das Eincremen lasse ich heute wohl ausfallen….

Heute bleibe ich also – trotz tollstem Wetter – den ganzen Tag drin und die Hälfte des Tages habe ich bereits mit Lesen und Schlafen verbracht.

Ich weiß, dass es eine Zeit lang dauern kann, die richtige Bestrahlung zu finden und das ich nicht hätte in die Sonne gehen dürfen. Auch die Süßigkeiten gestern, haben es bestimmt nicht besser gemacht. Und ja, ich weiß auch, dass man seine Krankheit einfach akzeptieren muss. Das „einfach akzeptieren“ aber manchmal gar nicht so leicht ist, vor allem nicht, wenn man so eingeschränkt dadurch ist und das man manchmal zum Tapfer sein einfach keine Lust mehr hat, das verstehe ich – heute noch besser als an anderen Tagen!

Heute ist also einer dieser sinnlosen Tagen, an denen man wartet, bis sie vorbei sind.

Morgen habe ich Arzt-Visite und auch sonst ein ziemlich volles Programm. Die Vorträge und Schulungen werden mich also bestimmt ein wenig ablenken und das Schwefel-Bad hilft meiner Haut vielleicht ein bisschen die Krusten wieder los zu werden. Vielleicht sieht es morgen ja sowieso schon wieder ganz anders aus und ich bin wieder hoch motiviert weiter zu machen.

Heute aber, gibt es nur einen – in der Laune angeknickten – Gruß von mir.

An alle, die gerade genau dasselbe durchmachen. Fühlt euch verstanden!

 

Laura ❤

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