Veröffentlicht in Haut, Kunterbunt, Reha und Krankenhaus

Reisen – Niederlande / Ootmarsum und Almelo (oder: Reha – 13.Tag)

HäuschenGestern waren wir in Ootmarsum und Almelo in der Niederlande (Holland ist übrigens eine Region in der Niederlande). Ein lustiges Erlebnis.

Eigentlich wollten wir ein bisschen einkaufen und haben deshalb nachgeschaut, wo verkaufsoffener Sonntag ist. Das war der Plan… 😀

Schon bevor wir überhaupt die Grenze erreichten, sahen wir in den grenznahen Ortschaften, die Häuser aus Backsteinen. Manche sind auch „nur“ mit roten Steinchen verklinkert. Als wir dann über die Grenze gefahren waren, fielen die vielen großen Weiden auf, auf denen friedlich Kühe (auch ganz weiße ohne Flecken), Shetland-Ponys und Pferde grasten. Man kann oft sehr weit sehen, da das Land so flach ist und die gut ausgebauten Fahrradwege, werden viel genutzt. Und natürlich merkten wir auch an den gelben Nummernschildern der Autos, dass wir jetzt wo anders waren.

Als wir in der Innenstadt Ootmarsum ankamen, fiel mir direkt eins als Erstes auf: Alles ist irgendwie geradlinig und hat Struktur.

Alle Häuser und Vorgärten sehen sehr gepflegt aus und insgesamt macht das Städtchen einen sauberenOotmarsum Bank Eindruck. Die Sprache ist natürlich etwas Besonderes. Allein schon das Stimmen-Wirr-Warr, das man hört, wenn man an den gut besuchten Cafés vorbei läuft, hört sich ungewohnt an. Manche Sachen versteht man gar nicht, aber manche andere Wörter sind dem deutschen Wortschatz sehr ähnlich und bei manchen Gesprächsfetzen kann man sogar den Sinn der Unterhaltung erahnen. Den typischen verkaufsoffenen Sonntag haben wir dort allerdings Figürchennicht vorgefunden… Oder ich sage es mal besser so: Im Prinzip war alles, wie bei einem verkaufsoffenen Sonntag – viele Menschen und offene Geschäfte – nur mit dem Unterschied, dass die Geschäfte nicht ganz unsere Erwartungen trafen. Es gab fast nur Museen und vor allem viele viele Künstler-Geschäfte, anscheinend typisch für Ootmarsum. So geradlinig die Häuser und Vorgärten des kleinen Städtchen sind, so bunt und kreativ sind die Künstlerstücke. Es hat total Spaß gemacht, ein bisschen die Zeit zu vertrödeln und die ganzen interessanten Sachen zu bestaunen. Eben eine mal etwas andere Shopping-Tour, obwohl das Wort „Shopping“ gestrichen werden kann, denn gekauft haben wir nichts.

Nach einem kurzen Aufenthalt fuhren wir also direkt weiter, in das circa 20 km weiter westlich liegende Städtchen Almelo.

Almelo erinnert dann schon eher an eine Stadt. Hier sahen wir dann auch mal etwas höhere Gebäude, die als Mehrfamilienhäuser genutzt werden. Was auch auffiel, ist der Dreck. In Almelo gibt es diese Wasserkanäle (zumindest haben wir einen gesehen :D). Aber selbst da schwamm teilweise der Müll drin rum. Mir wurde erzählt, dass es in Amsterdam auch sehr dreckig sein soll. Echt schade. Wie so etwas Almelozustande kommt, habe ich leider auch direkt mitverfolgen können. Eine junge Frau, holte eine leeren Verpackung aus ihrem Fahrradkorb und suchte nach einem Mülleimer. Als sie keinen gefunden hatte, stellte sie einfach die Verpackung auf dem Boden ab. Nicht mal unauffällig, sonder so, als wäre es das Selbstverständlichste. Das hat mich ein bisschen umgehauen. Auch in Almelo sind viele Fahrrad-Fahrer unterwegs und auch sehr viele Roller-Fahrer. Eine Helm-Pflicht scheint es dort nicht zu geben, aber die Leute scheinen recht entspannt mit diesen Zweirädern unterwegs zu sein. Es gibt auch einige von diesen City-Elektrorollstühlen, die vorne so einen Lenker haben.

Wir waren auch in einem Supermarkt (Ich glaube, der hieß „Plus“) und haben dort ein bisschen eingekauft. Ich war total begeistert von der Bio-Abteilung bzw. der Auswahl allgemein und auch von der Saftpresse, mit der man sich im Geschäft einen 20150810_095000frischen Saft direkt selbst pressen und abfüllen kann. Ich habe mir Chia-Samen und Cacao Nibs mitgenommen. Im Supermarkt hat uns ein Opa begeistert etwas auf Niederländisch von seinen Enkeln erzählt. Wir haben sogar das meiste davon verstanden. Die Kassiererin hat gemerkt, dass wir aus Deutschland sind und hat dann sogar versucht ein bisschen deutsch zu sprechen. Nette Leute :)

Ach ja, in Almelo gab es dann die üblichen Klamotten-Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten, wie wir es eigentlich erwartet hatten. Blöd nur, dass dort gestern doch kein Verkaufsoffener-Sonntag war 😀

Laura ❤

Advertisements

Ein Kommentar zu „Reisen – Niederlande / Ootmarsum und Almelo (oder: Reha – 13.Tag)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s