Veröffentlicht in Allgemeine Gesundheit

Pflegestufe beantragen – vor Unterzeichnung des Bauvertrages!

PflegestufeUnd wieder ein „Papierkram“-Thema 😛 Habt ihr pflegebedürftige Angehörige oder seid selbst pflegebedürftig, dann könnt ihr eine Pflegestufe beantragen. Das ist spätestens dann sehr sinnvoll, wenn ihr in der Wohnung oder im Haus Umbauten machen wollt, dass das Wohnen seniorengerechter wird. Auch bei Neubauten und auch ohne Pflegestufe gibt es hier Möglichkeiten bei der Finanzierung. Seid ihr oder euer Angehöriger pflegebedürftig, könnt ihr allerdings von der Kasse bis zu 4000 € pro Maßnahme bezuschusst bekommen und so ist ein Umbau leichter zu finanzieren. Jetzt soll es erst einmal nur um die Beantragung einer Pflegestufe gehen.

Um vorher abklären zu lassen, wie die Chancen dafür stehen, überhaupt eine Pflegestufe genehmigt zu bekommen, kann man beim Pflegestützpunkt in seiner Nähe anrufen und einen Termin dort, mit jemandem, der zu euch nach Hause kommt, vereinbaren. Ihr könnt euch auch im Voraus Infomaterial zuschicken lassen oder um einen allgemeinen Beratungstermin bitten.

Bestehen Chancen, dass ihr eine Pflegestufe bewilligt bekommen könntet, könnt ihr wie folgt vorgehen:

1. Bei der Pflegekasse (Krankenkasse) anrufen und darum bitten, dass man euch die Antragsformulare zur Beantragung einer Pflegestufe zuschickt.

2. Anträge ausfüllen und an die Pflegekasse zurücksenden. Solltet ihr Probleme beim Ausfüllen der Anträge haben, einfach beim Pflegestützpunkt melden. Die Damen und Herren dort helfen auch gerne am Telefon beim Ausfüllen der Anträge.

3. Pflegetagebuch führen. Bei welcher Tätigkeit würdet ihr Hilfe benötigen, bzw. braucht ihr ohne Hilfe wie viel länger? z.B. waschen, duschen, Zähne putzen, kämmen, anziehen, selbstständig essen, kochen, putzen, einkaufen, an- und ausziehen, Treppen steigen… Wie oft in der Woche braucht ihr Hilfe beim Einkaufen oder beim Putzen der Wohnung? Um eine Pflegestufe genehmigt zu bekommen, reicht es nicht aus Hilfe bei hauswirtschaftlicher Pflege zu brauchen (also wie eben genannt putzen, kochen usw.), sondern man muss auch bzw. vor allem Hilfe bei solchen Sachen, wie eben waschen , Zähne putzen usw. benötigen.

4. Sobald der Antrag gestellt wurde, wird in die Wege geleitet, dass ein Gutachter zu euch nach Hause kommt (zu diesem Besuch könnt ihr euch gerne einen Angehörigen oder eine andere Vertrauensperson dazu nehmen). Mit diesem könnt ihr eure individuelle Situation besprechen und das Pflegetagebuch durchgehen. Dieser Gutachter stellt fest, ob bei euch eine Pflegestufe bewilligt werden kann, oder nicht. Er wird auch nach aktuellen Erkrankungen bzw. Vorerkrankungen fragen. Darauf könnt ihr euch z.B. mit ein paar Notizen vorbereiten. Neben der Befragung kann es außerdem sein, dass der Gutachter Funktionsprüfungen macht, zum Beispiel zu der Beweglichkeit und Mobilität. Ihr solltet auch (falls vorhanden) Arzt- und Krankenhausberichte bereitlegen und die Medikamente, die ihr benötigt griffbereit haben. Falls ihr euch noch mehr vorbereiten möchtet, gibt es einen Fragebogen, den man im Vorfeld vorbereiten kann. Ihr könnt bei eurem Pflegestützpunkt danach fragen.

Achtung: Solltet ihr eine Pflegestufe bewilligt bekommen und Pflegegeld erhalten, müsst ihr in Pflegestufe I und II halbjährlich und in Pflegestufe III vierteljährlich einen kostenpflichtigen Beratungseinsatz abrufen. Die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten vollständig.

Laura ❤

Diese Info’s entspringen den im Titelbild gezeigten Unterlagen und meinen persönlichen Gesprächen mit sozialrechtlichen Angestellten bzw. Nachforschungen im Internet. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben und möchte euch auch hier darauf hinweisen.

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