Veröffentlicht in Allgemeine Gesundheit

Sport-Motivation für Couch-Potatoes und Über-Eifrige

Home-WorkoutWie auch bei jedem anderen Thema, kann man aus dem Sport eine Wissenschaft und es zum eigenen Haupt-Lebens-Inhalt machen. Möchte man sein Lebensstil aber einfach ein wenig gesünder gestalten und etwas fitter werden, dann können einen die ganzen verschiedenen Trainings-Arten (Intervall-Training, Split-Training…) und die ganzen, gut gemeinten Ratschläge von anderen, ganz schön überfordern. Um heute mal alle Couch-Potatoes zu motivieren und allen Über-Eifrigen ein bisschen den Druck raus zu nehmen, gibt es diesen Blog-Beitrag von mir.

Denkt bitte daran, dass ich nur aus eigener Erfahrung spreche und selbst kein Fitness-Profi bin. Dieser Artikel ist also für alle, die einfach mal einen liebevollen Tritt in Allerwertesten brauchen, um wieder etwas aktiver und ausgeglichener beim Training zu werden 🙂

Ich kam vor einigen Monaten an einen Punkt, da dachte ich, ohne die richtige Mahlzeiten vor und nach dem Training und ohne möglichst vieeeel Sport, würde das Ganze überhaupt nichts bringen. Das ich damit falsch lag und das Erfolg beim Sport eben auch eine Definitions-Sache ist, habe ich vor allem während und nach der Reha gelernt.

Die falsche Einstellung zum Sport?

Wir alle haben einen mehr oder weniger stressigen Alltag und stecken zwischen Beruf, Familie und Freizeit oft in einem extrem vollen Termin-Kalender, Zeit für uns selbst nehmen wir uns oft kaum noch und auch die eigene Gesundheit wird oft erst einmal hinten angestellt. Wir wollen vorwärts kommen und Leistung bringen, einfach gut funktionieren.

Dass das nur klappen kann, wenn wir fit, kräftig, ausdauernd und innerlich ausgeglichen sind, vergessen oder verdrängen wir unfaiererweise einfach. Nicht gerade schlau!

Natürlich gibt es auch die andere Seite: Eben die, die alles für ihre Gesundheit machen möchten. Wenn also in einer Fachzeitschrift steht, dass man jeden Tag mindestens 30 Minuten an der frischen Luft spazieren sollten, dass man außerdem 4 mal die Woche ins Fitnessstudio rennen sollten und daheim noch unbedingt Home-Workouts starten sollte, dann wird das in den eh schon viel zu vollen Terminkalender eben noch mit rein gepackt und das Programm wird bis zum Umfallen durchgezogen. Egal, ob man dabei Spaß hat, oder ob es wirklich so effektiv ist; schließlich ist es ja gesund. Auch diese Denke ist nicht gerade mit Klugheit abgestempelt worden (und das sage ich, obwohl ich genau zu dieser Sorte gehöre)!

Also, warum Sport und wie?

Ist man körperlich regelmäßig aktiv, wirkt sich das auf (aus meiner Sicht) alle Lebensbereiche positiv aus. Jeder von uns weiß, wie glücklich und ausgepowert man abends nach einem Tag im Schwimmbad ins Bettchen fällt. Man schläft nicht nur besser, man wird insgesamt fitter und agiler und der ganze Bewegungsapparat wird gestärkt. Das ist nicht nur für alle die im Büro den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen und sich im Beruf zu wenig bewegen interessant, sondern auch für alle die, die im Berufs-Alltag oft einer zu hohen körperlichen Belastung ausgesetzt sind (zum Beispiel bei Arbeiten in der Produktion), aber auch für alle Mütter, die ständig ihre Kleinen durch die Gegend heben, ist es gut ihre Muskeln zu stärken und so die Knochen zu unterstützen. Für ältere Leute ist regelmäßige Bewegung vor allem deshalb so wichtig, um länger so selbstständig wie möglich sein zu können.

Das Sport bei Übergewicht hilft, dieses zu reduzieren (natürlich in Verbindung mit der richtigen Ernährung) ist ja schon lange Zeit bekannt und auch, dass man mit Sport sein Gewicht leichter halten kann. Aber auch für alle zierlich gebauten ist Sport das Non-plus-ultra um an Muskelmasse zuzunehmen und damit ihrem Körper mehr Form zu geben.

Und als wäre das alles noch nicht genug, stärkt Sport auch noch unsere Psyche, denn das Risiko Depressionen zu bekommen sinkt und das Selbstbewusstsein steigt. Man ist auch zufriedener mit sich selbst, wenn man sich regelmäßig bewegt.

Kommen wir zu dem „Wie“:

Da wir mit unserem Alltag so sehr beschäftigt sind und dieser uns oft völlig beansprucht, wäre es doch gut, im Sport einen Ausgleich, eine Kraftquelle zu finden. Etwas, was uns für den Alltag rüstet, was uns Spaß macht und was unsere persönliche Auszeit ist.

Interessant ist, dass zur „Vorbeugung vieler Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Leiden, Typ-2-Diabetes oder Gelenkverschleiß“ kein Leistungssport nötig ist. Es reicht sich regelmäßig zu bewegen und zum Beispiel Sport-Arten, wie Nordic Walking zu machen, Rad zu fahren oder schwimmen zu gehen.*

In einem Artikel mit dem Titel „In Sachen Fitness“ wird empfohlen, dass man sich als Erwachsener jede Woche 150 Minuten mäßig anstrengend oder 75 Minuten intensiv körperlich betätigen sollte. Das heißt also, dass man zum Beispiel dreimal die Woche für circa 50 – 60 Minuten eine der oben angeführten moderaten Tätigkeiten machen sollte.**

Oben habe ich schon erwähnt, dass ich irgendwann dachte, nur mit möglichst viel Sport Erfolg haben zu können. Ich habe mir in dieser Zeit ins Fitnessstudio gequält, auch wenn ich überhaupt keine Kraft und Lust dazu hatte. Ich hatte zwar Erfolge, aber diese nahm ich nicht wirklich wahr und es ging auch nur sehr schleppend voran. Als meine Neurodermitis dann immer schlimmer wurde, habe ich ein paar Monate gar keinen Sport mehr gemacht.

Dann kam die Reha-Zeit. Ich hatte die Möglichkeit neue Sport-Arten auszuprobieren (die auch für meine Haut in Ordnung waren) und die mir richtig Spaß machten. Außerdem gingen wir (andere Patienten und ich) zusammen öfter mal in den tollen Wald (der direkt am Reha-Gelände gelegen ist) joggen und waren fast jeden Tag mehrere Kilometer auf den Beinen. Ich dachte, dass ich das alles nur eben nur mache, um überhaupt aktiv zu sein und nicht alle Muskeln, die ich mühsam im Fitnessstudio aufgebaut hatte zu verlieren. Dann wurde mir aber klar, dass es eigentlich genau so sein sollte. Der Sport war zum Spaß haben da und um sich selbst so richtig in Schwung zu bringen. Und der Witz ist, dass ich viel mehr Erfolg hatte. Inwiefern? Zum Beispiel gingen wir in der Gruppe immer nur so 15 bis 20 Minuten joggen und das extrem langsam. An einem Tag ging ich alleine laufen und bin einfach so (weil ich gerade Lust dazu hatte), 10 km gelaufen!!! Ich bin eine von denen, die normalerweise mit Ach und Krach 4 km schaffen und das in 40 min. oder so. Aber dadurch, dass wir regelmäßig joggen waren und ich insgesamt mehr in Bewegung war, klappte das einfach. Ich nahm während meinem Reha-Aufenthalt außerdem circa 3 Kilo zu. Darüber ärgerte ich mich am Anfang ziemlich. Als ich jetzt das erste Mal seit langem wieder im Fitnessstudio war, kam beim Wiegen raus, dass ich die letzten Wochen Fett abgebaut und Muskelmasse aufgebaut hatte. Wer hätte das gedacht?!

Jetzt, wo ich wieder daheim bin, versuche ich diese Einstellung zum Sport und die Freude daran beizubehalten. Ich gehe momentan zweimal die Woche ins Fitnessstudio. Warum nicht öfter? Weil ich alles andere irgendwie als stressig empfinde. Auf die zweimal freue ich mich. Ich schau auch nicht mehr auf die Uhr; vor ein paar Monaten, war das immer anders, da dachte ich, ich muss mindestens eine Stunde trainieren, weil es sonst nichts bringen würde. Jetzt mache ich meinen Trainings-Plan und zwar genauso, wie es mir gut tut und wenn ich nach 45 Minuten das Gefühl habe, dass ich gut trainiert habe, dann höre ich auf. Außerdem mache ich noch circa dreimal die Woche eine halbe Stunde Pilates. Da aber allerdings auch nur die leichten Übungen und das, wozu ich Lust habe.

So werde ich nie einen super definierten Körper mit vielen Muskeln haben? Mag schon sein, aber es tut mir gut und das ist das Wichtigste! Wenn ich aus dem Fitnessstudio gehe und mir sagen kann: Du hast heute beim Training alles gegeben und Du fühlst dich klasse – dann ist das mein größter Erfolg!Sport zu Hause

Übrigens komme ich schneller mit den Gewichten vorwärts, als zu der Zeit, als ich mich zum Fitnessstudio getreten habe 😉 Nur mal so nebenbei erwähnt.

Für alle, die jetzt noch ganz am Anfang ihrer „Sportler-Karriere“ stehen 😀 : Um ein bisschen fitter zu werden und den Spaß an der Bewegung zu entdecken, kann es auch helfen euch einfach mal mit eurer besten Freundin zum Spaziergang statt zum Kuchen essen zu verabreden, oder auf dem Heimweg von der Arbeit einfach mal an einer schönen Stelle raus zu fahren und 20 Minuten spazieren zu gehen. Startet langsam. Wichtig ist, dass ihr damit anfangt und aktiv werdet!

Sport ist wichtig! Es sollte uns gut tun und uns stärker machen.

Quälen wir uns irgendwann nur noch zum Sport, dann sollten wir überdenken, ob wir die Situation verbessern können. Egal, ob durch ein neues Trainingsprogramm, eine andere Sportart, oder durch ein paar Tage Pause, Hauptsache der Spaß-Faktor bleibt nicht auf der Strecke.

Hier noch ein Wort an die Neurodermitiker: Ich weiß, dass es manchmal echt bescheuert ist, wenn man sein Trainingsprogramm hat und das einem Spaß macht und die Haut einem ’nen Strich durch die Rechnung macht und einem der Schweiß auf der Haut zu sehr weh tut, oder man zu fertig ist, weil der Körper mit einem aktuellen Schub zu kämpfen hat. Erst einmal heißt es dann: akzeptieren statt verzweifeln! Und falls der Schub nicht zu stark ist, versucht unbedingt euer Training durch einen Spaziergang, durch ein leichteres Workout, oder etwas anderes zu ersetzen (was eben geht) um in der Gewohnheit zu bleiben und eurem Kopf trotzdem die verdiente Auszeit zu gönnen!

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen und ich konnte euch ein bisschen motivieren aktiv zu werden bzw. die, die sich zu viel Stress mit ihrem Sport-Programm machen, dazu anspornen etwas gelassener zu werden 🙂

Ich freue mich immer sehr, wenn ihr mich unterstützt, indem ihr meine Artikel auf Facebook, Instagram oder Twitter teilt und ich so noch mehr Leute erreiche 🙂

Laura ❤

Seilspringen

Quellen:

Quelle ist hier vor allem meine eigene Erfahrung. Ich freue mich immer dazu zu lernen und falls ihr etwas zum besseren Wissen beitragen wollt, könnt ihr mich das jederzeit in den Kommentaren wissen lassen.

Gestützt habe ich mich – mit den Zitaten und dem Inhalt – außerdem auf folgende Zeitschriften:

* Neue Apotheken Illustrierte 1.Juli 2015 S.42 „Medizin erklärt: Mineralstoffe für Sportler“

** Erwachet! Juni 2015 S.6 „In Sachen Fitness“

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