Veröffentlicht in Allgemeine Gesundheit, Haut, von innen

Das neue Traumpaar – mein Darm und ich ;)

Früher kannten wir uns noch nicht so gut, aber die letzten Wochen lernten wir uns immer besser kennen und jetzt – jetzt sind wir dabei dicke Freunde zu werden. Es geht um meinen Darm und mich, oder besser gesagt, um meine ganzen Verdauungs-Gedärme und -Helferlein und mich 😀

Da ich – wie die meisten von euch wissen – die letzten Monate immer mal wieder Probleme mit dem Bauch hatte (vor allem in der Zeit vor der Reha, wo auch meine Haut so schlimm war), habe ich angefangen mich viel mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen und auch mit dem Verdauungstrakt und ich muss sagen – ich bin restlos begeistert. Was unsere Verdauungs-Organe so leisten ist der reinste Wahnsinn 😀

Und nein, nicht nur MEIN Verdauungs-System ist zum dahin schmelzen… Jeder von euch hat so eine wunderbare Verdauungs-Firma in sich!

Achtung! Das wird ein ziemlich langer Blog-Beitrag, ich kann euch aber wärmstens empfehlen ihn bis zum Ende zu lesen, denn ich bin mir sicher, dass jeder von euch sich etwas davon mitnehmen kann und fest stellen wird, dass seine Gedärme im Prinzip richtig coole Säue sind 😀

Denkt daran, dass ich kein Arzt bin. Ich werde jetzt (dann endlich gleich mal) starten und euch ein bisschen von dem Verdauungs-Weg erzählen und was ihr speziell für euren Darm so Gutes tun könnt, dass er euch auch richtig Hammer findet 😉 Das Wissen dazu, habe ich selbst recherchiert und die Quellen werde ich natürlich im Text oder wieder am Ende dazu schreiben, dass ihr immer noch einmal selbst überprüfen könnt, dass ich euch keinen Stuss erzähle 😉

Jetzt geht es aber eeeeeeeeendlich los!

Wer gehört denn überhaupt zu dem „Team: Verdauung“?

MundStarten wir ganz am Anfang – bei der Nahrungsaufnahme. In unserem Mund wird die Nahrung vor verkleinert und angefeuchtet. Über die Speiseröhre geht es dann in den Magen. Der Magen ist so Magenetwas wie ein Vorbereitungslager, er verdaut – die aufgenomme Nahrung – circa eine Stunde mit seinen (sauren) Verdauungssäften vor, dass die Weiterreise noch besser klappt. Außerdem wird die Nahrung durch Knetbewegungen hier auch schon zu einem richtigen Speisebrei verarbeitet.

Stellt euch das mal vor, was für einen mega fleißigen Magen ihr habt, nachdem ihr gemütlich gegessen habt, schuftet er danach wohl mindestens das doppelte der Zeit. Wir können richtig froh sein, so ein tolles, fleißiges Kerlchen als Magen zu haben 🙂

Dann geht es mit dem fast schon flüssigen Brei in den Dünndarm. Dieser ist in noch weitere Abschnitte unterteilt (manche sprechen von zwei Abschnitten, manche von drei: Zwölffingerdarm, Leerdarm, Krummdarm). Durch die vielen Ausstülpungen im Dünndarm haben wir es hier mit einer riiiiiiiiiiiiesigen Fläche zu tun, die die Nahrung optimal weiter Dünndarmverarbeiten kann beziehungsweise verschiedene aufgespaltene Nahrungsbestandteile, Vitamine, Spurenelemente und Mineralien, also so manche Nährstoffe aus der Nahrung entziehen und in den Blutkreislauf befördern kann.

Ich finde, dass sich das so einfach liest, aber stellt euch mal vor, ihr steht vor einem Süßigkeiten-Automaten und die Süßigkeiten sind für euch unerreichbar, weil zwischen ihnen und euch eine fette, dicke Glasscheibe ist. Dass das Ganze zugänglich wird, müsst ihr den Automaten erst mal mit Geld füttern. Unser Körper möchte unbedingt an die Nährstoffe von dem Essen, dass es ihm gut geht und er Kraft hat und dann baaam ist da einfach der Dünndarm, der sagt: „Hey, ich helf Dir, ich zieh jetzt mal alles Wichtige für Dich aus dem Brei und spalte ihn für dich auf, dass Du auch was mit dem Essen anfangen kannst.“ Wie mega cool ist das denn bitte, da könnte ich mich direkt in den Dünndarm verlieben, weil er eben so eine tolle Arbeit in unserem Körper leistet. Und ja, ihr dürft ruhig mal euren Bauch streicheln und euren Gedärmen zeigen, dass ihr sie schätzt und das jetzt schon, wo wir noch nicht einmal fertig mit der Verdauung sind 😀

DDickdarmer Dünndarm geht in den Dickdarm über, in den werden die ganzen „Rest-Sachen“ weitergeleitet. Im Dickdarm, wird diesem Rest Wasser entzogen um ihn einzudicken und dann kommt alles in den Mastdarm (Rektum), der dann alles bis zum nächsten Toilettengang aufbewahrt.

Jetzt wisst ihr also, wer alles so im „Verdauungs-Team“ ist. Es gibt da noch ein paar Organe – wie zum Beispiel Bauchspeicheldrüße und Leber – die bei der Verdauung ihren Teil dazu beitragen, aber mit denen habe ich mich noch nicht so bekannt gemacht 😉

Was kann man dafür tun, dass einen der Darm richtig mag und warum ist das ist echt wichtig?

Schon länger wird vermutet, dass der Darm einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden (unsere Psyche) und unsere allgemeine Gesundheit hat. Wer seinem Darm etwas Gutes tut, kann dadurch glücklicher und gesünder werden.

In unserem Darm gibt es unzählige Bakterien. Gibt es zu viel schlechte und zu wenig gute Bakterien, dann kann so eine ungute Mischung Krankheiten begünstigen, die keiner von uns gebrauchen kann (z.B. Depressionen, Fettleibigkeit usw.).

Dabei hängt es ein großes Stück von uns ab, wie es dem Darm geht. Wenn man zu euch sagt, dass ihr bitte ein stabiles, stattliches Haus bauen soll und gibt euch nur verwelkte Blumen, dann werdet ihr das bestimmt nicht so lustig finden. Da wir von unserem Darm auch wollen, dass er uns dabei hilft gesund und fit zu bleiben, ist es wichtig, dass wir ihm dafür das Richtige geben.

Erst einmal sollten wir alles ganz entspannt angehen, dass heißt, dass wir uns so oft es irgendwie geht beim Essen wirklich Zeit lassen und gründlich kauen (damit helfen wir ganz bewusst mit, die Verdauung vorzubereiten). Natürlich sollten wir auch auf eine ausgewogene Ernährung achten. Durch regelmäßige Bewegung können wir die Bakterien-Vielfalt in unserem Darm vergrößern! Ich meine ein Blumenstrauß mit vielen verschiedenen Blumen ist ja oft auch interessanter und schöner, als wenn nur eine Blumenart in dem Strauß ist und das auch noch ohne Deko (ich glaube heute kann man sagen, dass ich sehr blümchenhaft schreibe 😀 ).

Auch zwischendurch sollten wir uns immer mal wieder Pausen im Alltag gönnen. Das kann echt schwer sein, vor allem, wenn sich der Arbeits-Stapel überhaupt nicht zu verkleinern scheint und man von einem Termin zum nächsten hetzt. Trotzdem – und wenn es nur fünf Minuten sind – bitte versucht euch immer mal wieder eine Auszeit zu nehmen, denn so können wir auch unserem Darm helfen entspannt und ohne Stress zu arbeiten. Denken wir daran: Der Darm hat das größte Nervensystem nach dem Gehirn!

Auch wenn wir jetzt nicht die vielen, einzelnen, faszinierenden Facetten jedes einzelnen Verdauungs-Organs betrachtet haben, hoffe ich doch, dass ich bei euch etwas mehr Zuneigung und Wertschätzung für diese Teile unseres Körpers wecken konnte! ❤

Wir Frauen machen uns gerne die Haare hübsch und lackieren und die Nägel und die Männer pumpen gerne ihre Muggis auf, jeder versucht sich also auf seine Art und Weise hübsch zu machen. Genauso wie wir auf unseres Äußeres achten, sollten wir auf unser Inneres achten, denn ihr wisst ja: Wahre Schönheit kommt von innen 😉

Ich würde euch gerne noch so viel mehr Details von diesen tollen Organen erzählen. Egal, ob von der La-Ola-Welle, die unsere Speiseröhre bei jedem Schlucken macht, von der Entstehung der tollen Gurgelgeräusche, die unser Magen macht, indem er das Essen „schaukelt“, von dem Reinlichkeitssinn unseres Dünndarms oder oder oder…

Da das aber komplett den Rahmen und meine Geduld (das alles „zu Papier“ zu bringen) sprengen würde, möchte ich euch dieses tolle Buch nahelegen: Darm mit Charme von Giulia Enders.

Als ich das gelesen habe, war ich restlos begeistert von der Verdauung und eben vor allem vom Darm. Wer schon immer mal wissen wollte, was die ganzen Verdauungs-Organe eben noch können, welche mega-coolen Bakterien es in unserem Darm so gibt, wie man gegen Sodbrennen angehen kann, warum man Hautkrankheiten auch als Darmkrankheiten betrachten kann oder sogar sollte und noch vieles mehr, der ist mit diesem Buch gut beraten.

Darm mit Charme Cover

Laura ❤

Quellen:

http://www.dr-gumpert.de/html/verdauungstrakt.html

https://www.dccv.de/betroffene-angehoerige/medizinische-grundlagen/basiswissen/der-verdauungstrakt/

Fitmacher (Zeitschrift der Heimat-Krankenkasse, Ausgabe Nr.3/2015)

Darm mit Charme – Alles über ein unterschätzes Organ – Giulia Enders

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2 Kommentare zu „Das neue Traumpaar – mein Darm und ich ;)

  1. Hallo Laura,

    ich habe mal einen Vortrag von Giulia Enders gesehen, sie nimmt sich dieses Themas mit einer so humorvollen, lässigen Art an, dass man immer mehr dazu hören möchte. Tatsächlich ist der Darm das Zentrum unserer Gesundheit und des Immunsystems. Dysbalancen wirken sich direkt auf unsere Gesundheit aus, Bakterienfehlbesiedlungen, Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten bringen das Gleichgewicht des Darms völlig durcheinander. Oder beschädigt den Darm sogar.

    Mit den Jahren lernt man (im wahrsten Sinne des Wortes) auf den Bauch zu hören. Man lernt bzw versteht die Signale, die er einem schickt.

    Schön, dass du das so thematisierst.

    Liebe Grüße, Bee

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